Es glitzert und funkelt, kuschelt und knuspert – sind saisonale Produkte immer sinnvoll? Schaffen es Limited Editions in der Wintersaison die lang ersehnte Gemütlichkeit auszustrahlen, nach denen wir uns am Ende des Jahres sehnen – auch wenn draußen frühlingshafte Temperaturen herrschen und die Weihnachtsmanie jedes Jahr gefühlt einen Monat früher zu beginnen scheint?

Saisonale Produkte machen psychologisch aus mehrfacher Sicht Sinn, vorausgesetzt, sie werden im richtigen Maß eingesetzt.

  • Sie verbinden uns, wenn auch nur emotional, mit dem natürlichen Rhythmus des Lebens. Der Wechsel der Jahreszeiten ist ein wichtiger Taktgeber, der in einer scheinbar zeitlosen Welt der Globalisierung Struktur gibt. Der verlässliche Wechsel vom grünen Blätterwald zum Indian Summer-Farbspiel zum nackten Baumgerippe gibt uns den Halt und die Wurzeln, die wir in einer Welt benötigen, in der wie mit zwei Mausklicks zwischen New York und Tokio pendeln können.
  • Sie schaffen kleine Momente des Besonderen. Vergänglichkeit und Begrenzungen machen Dinge kostbar. Ein kuscheliger Abend am Kamin mit Freunden kann nicht jeden Tag stattfinden. Zimt und Koriander schmecken im Hochsommer einfach nicht so gut. Unsere Bedürfnisse und Stimmungen ändern sich im Jahresverlauf und dies können saisonale Produkte gezielt aufgreifen.
  • Sie suggerieren, dass auch wir Menschen uns in einem ständigen Zyklus der Erneuerung befinden, Nichts ist für immer verloren, das Spiel beginnt immer wieder von Neuem. Mit dem Rückzug im Winter erlauben wir uns Regeneration und kollektiv etwas kürzer zu treten. Der erste Frühlingstag mit Vogelgezwitscher weckt auch in uns die Lebensgeister und gibt uns das Gefühl, einen Hauch jünger statt wieder einen Tag älter geworden zu sein.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne Wintersaison!